Wer nicht genug Geld hat, um seine Miete zu zahlen, fliegt raus.
Wer zuerst blinzelt, fliegt raus.
Noch so’n Ding, Augenring.
Wer zu viel getrunken hat und zum A/loch mutiert, fliegt raus.
Wer alkoholkrank ist, fliegt manchmal erst später auf.
Wer aufgrund von Krankheit nicht zur Arbeit geht, fliegt raus.
Noch so ne Aktion, Intensivstation.
Wer gar nicht arbeiten kann…
Bitte legen Sie die Kontoauszüge der letzten drei Monate bei.
Wer mit anderen konkurrieren muss und nicht gewinnt, fliegt raus.
Wer deswegen Alkohol konsumiert, sich aber unauffällig verhält, fliegt nicht raus.
Aus der Kneipe.
Hol mir mal ne Flasche Bier.
Und so weiter.

Wir alle sind von irgendetwas abhängig. Bewusst oder unbewusst. Freiwillig oder unfreiwillig. (Behauptung)

Die Zeiten sind besäufniserregend.
Oder nicht gerade berauschend.

Alkohol schadet der Gesundheit.
Wer gesund ist, lebt länger.
Wer arm ist, stirbt früher.
Nach dem Rausch kommt immer die Ernüchterung.

Menschen trinken aus verschiedenen Gründen Alkohol. Ich will das Alkoholtrinken nicht verharmlosen. Die Gründe aber auch nicht.

Die ortsspezifische Kneipeninstallation „zum Endziel Glückseligkeit“ hatte am 15.9.2024, im Hinterhof unseres Atelierhauses im Wedding (Brennpunkt), Station gemacht. Im Rahmen der Gruppenausstellung OASE.


Installation: Barmöbel und Tisch aus altdeutschen Schrankwandteilen, Holz, Bambus, Stühle, Leuchtreklame, Licht, Zubehör

Ortsspezifisch kuratierte Getränkeauswahl (Bier und blaue Lagune, mit und ohne Alkohol) erschwinglich,

Etiketten, Bierdeckel, Servicebekleidung, ich und U.  als Wirtskollegen mit (Abhängigkeits-)Erfahrung

Monitor: Filmausschnitt aus der Videoinstallation „Endziel Glückseligkeit“, Animation, 2022
Beamer: Projektion an die gegenüber liegende Hauswand, Text von 2024, o.T.

Keep walking and falling und wenn du nicht liegen kannst und Hilfe beim Stehen brauchst halt dich, wenn möglich, an was Gutem fest.