Der Film kommt noch. Update dann hier. Manchmal brauchen Dinge einfach mehr Zeit.


„the end of the f. world“ ist eine temporäre, ortsspezifische Begegnungsstelle. Eine Bar. Ein WirtsHAUS, Hier kann man reingehen und bekommt was zu Trinken aufs Haus. Dafür muss man sagen, was man zum Weltuntergang denkt und sich anhören, was andere darüber denken. Das ganze wird mit einem Aufnahmegerät aufgezeichnet. Na dann, Prost!
Wir befinden uns an einem unverschämt riesigen Strand, unter einem unverschämt launischen Himmel. Am (oberen) Ende der (deutschen) Welt. Auf Spiekeroog, einer Nordseeinsel.
Endzeitstimmung über Deutschland (und überall). Die Demokratie ist allerorten bedroht. Wird durch Autokraten oder Oligarchen ersetzt. Die CDU arbeitet mit oder anstelle von rechtsextremen Kräften an menschenfeindlichen, rechtswidrigen Gesetzen, jede 5. Person wählt die AFD. Viele Menschen sind arm oder fürchten es zu werden. Einige projizieren diese Ängste auf „andere“, angeheizt durch populistische Politik und Medien. Grenzen werden geschlossen. Menschen befinden sich in ihren jeweiligen Blasen (Inseln). Der Austausch ist schwierig. Verschiedene Ansichten werden nicht mehr geteilt, weil sie nicht mehr ausgehalten werden. Geschlossene Gesellschaft/en. Was hat eine Insel – ein mehr oder weniger schwer erreichbares, von Wasser umschlossenes Landgebiet – damit zu tun?
Diese Installation besteht (wieder einmal) aus einer ausrangierten deutschen Schrankwand. Weil’s passt.
Ich wollte von den in meine Bar einkehrenden Menschen wissen: Wie und warum seid ihr hierher gekommen? Ist dies (im Allgemeinen und lokal) das Ende der Welt? Und: Möchtet ihr etwas trinken? Macht es euch bitte unbequem. Herzlich Willkommen!
Die Bar war vom 1.6.25 bis 5.6.25 täglich von 15 – 20 Uhr aktiv. Am Ende wurde aus den Gesprächen, Erfahrungen, Beobachtungen einen Knetgummifilm (Animation) gemacht. Die Filmvorführung mit Bluetooth Kopfhörern (eine erste FIlmskizze) mit Barbetrieb (Endzeitveranstaltung) fand am 4.7. 25 bei schönem Wetter „at the end of the f. world“ statt.
Inmitten der Leere (in Bezug auf Raum und Existenz) begegneten sich die Menschen offen, zeigten sich selbst/kritisch und reflektierten gemeinsam über die Gegenwart. Menschen kommen sich schnell näher, wenn draußen ein Sturm tobt und kein Unterschlupf in Sicht ist.
Realisiert im Rahmen der Zeltplatzresidenz Spiekeroog 2025.
Mit extrem freundlicher Unterstützung des Teams der Nordseebad Spiekeroog GmbH, Ruben Franz, Tommy Kölbl, Hannes Helmke, dem Werkstattteam, den Zeltplatzleuten, allen Besucher:innen der Bar uvm.


Welcome to the end of the f. world!
Sie haben Ihr Ziel erreicht! Herzlichen Glückwunsch!
Und HERZLICH WILLKOMMEN!
Das ist keine normale Bar, weil keine normale Welt.
Ich lade dich auf ein Kaltgetränk ein (Bier/Gin/Brause/Wasser).
Dafür sprichst du mit mir über das Ende der Welt. Oder was anderes.
Die Gespräche werden aufgezeichnet.
Die Gäste werden geknetet (Kopf).
Am Ende wird daraus ein Animationsfilm (Gegenwartsauswertung).
Alles anonym. Datenschutz und so.
Der Film wird öffentlich gezeigt und online zugänglich sein.
Gebrauchsanweisung der Bar:
V.I.P.:
Platz für so viele Leute wie reinpassen.
Gespräche dauern so lange sie dauern. Schlangenbildung vermeiden.
Kein Small Talk! (nur ein bisschen)
Denn: Wir haben keine Zeit zu verlieren!
Los, komm rein!









